Montag, 9. Dezember 2024

Zitronen

Warum geh ich nicht einfach nach Amalfi?

Weil die Amalfi Küste kein Ort ist um einsam zu sein.

Den man allein besucht. Amalfi ist Leben. Hellgelbe Zitronen, Sonne, Geschichte, Geschmack und Liebe.

Erkenntnis

Ich werde nie gut genug sein, solange ich nicht schlank bin.

Erinnerungen

Hab ein Sonnensegel gesehen und an Dich gedacht.

Hab einen Milchkaffee getrunken und Deine Lippen geschmeckt.

Hab die Wellen rauschen hören und mich an Deine Stimme erinnert

Schwerelos

 

Was bleibt Dir wenn Du Dich von allem löst?

Von allen Konventionen? Allen auferlegten Normen?

Wer bist Du?

Wenn Du Dich nicht schon morgens beim 1. Tee die halbe Tablette Süßstoff in Deiner Tasse rechtfertigst?

Wie anstrengend muss Dein Leben sein?

Wie leicht könntest Du sein, wenn Du Dich lösen könntest?

Räume

Keine Ahnung wie ich hier her gekommen bin

Aber du bist da

Du und deine Freunde

 

Wir sitzen im obersten Stock

Am offenen Fenster mit Blick über den Kiez

Rauch steigt auf aus Deinem Mund und du zeichnest Kringel in den dunklen Nachthimmel

 

Wir kennen uns nicht lang und doch schon ewig

Du erzählst mir von deiner Musik und deinen Träumen

Ich höre zu

Lausche deiner Stimme, deinen Geschichten, der Musik von nebenan, dem rauschen der Straße und dem Trubel auf der Meile

 

Unsere Unterhaltung wird jäh gestoppt

Deine Freundin hat den Raum betreten, ist in unseren Raum eingetreten

 

Unbehagen klettert kalt in mir hoch, meine Wangen werden heiß und rot

Erwischt ohne etwas getan zu haben

Wir haben uns doch nur unterhalten

Ich bin diejenige, die in Euren Raum eingedrungen ist 


Donnerstag, 14. März 2024

Unsichtbar

Heute ist wieder einer dieser Tage an dem ich mich ungenügend fühle, unbrauchbar, überflüssig. Egal was ich anfasse, egal was ich sage alles ist nichtig. Meine Ideen und Gedanken laufen ins Leere. Meine Person ist unsichtbar. 

Nichts.

Wie oft kannst Du mich verletzen, bis ich Dich gehen lassen kann. 

Wie oft kommst Du in mein Leben, bis Du es nicht mehr tust. 

Wie hoch muss die Mauer sein, wie verkrüppelt mein Herz, wie leer mein Kopf, wie lose die Gedanken? 

Warum gebe ich Dir Macht über mich? Wieso weiß ich theoretisch was mir gut tut, dass Du es nicht tust, warum fällt es mir praktisch so schwer? 

Woher die Sehnsucht Dich zu ändern, dich zu verstehen? Meine Version von Dir in mein Leben zu bringen, Dich meinen Freunden vorzustellen, den geänderten, den gebesserten, den vorzeigbaren Menschen, den ich Mal aus Dir machen werde. 

Glücklicherweise hattest Du einen anderen Plan oder keinen Plan von unserer letzten Begegnung. Du wolltest nur nehmen, mich mit Haut und Haar verschlingen bis nichts mehr von mir übrig ist. Wieder Mal. 

Jetzt wo nichts mehr von mir übrig ist, kann ich Dir nichts mehr geben. Du kannst nichts mehr für mich sein. Da ist nichts was Dir noch begegnen könnte.